top of page

Was Veränderung mit Menschen macht und wie dadurch die eigene Persönlichkeit wachsen kann

Jeder Mensch strebt in seinem Leben nach Verbesserung, nach Entwicklung und auch nach Veränderung. Häufig unausgesprochene Wünsche sind aus dem Alltag auszubrechen und etwas anders zu machen, auch wenn die Hürde dennoch für viele nochmal ein herausfordernder Meilenstein wird, um den Weg der Veränderung weiterzugehen.


Folgende Frage stelle ich gerne meinen Klienten und kann jeder Leser für sich beantworten.

Wie viel Energie auf einer Skala von 1-10 verwenden Sie für Ihre persönliche Entwicklung, um Ihre Beziehungen in ihren sozialen Systemen zu stärken?


In 99% der Fälle wird die erste natürlich Reaktion sein:

„Ich verwende viel Zeit für mich und natürlich entwickle ich mich.“

Wenn wir die Antwort ein zweites Mal lesen, erkennen wir, dass dies die Eingangsfrage nicht beantwortet. In einem weiterführenden Dialog wird das Thema allgemeine Veränderung, Veränderung von Denk- und Verhaltensmustern zu Beginn als unangenehm empfunden, doch warum ist das so?


Was macht Veränderung mit einem Individuum? Veränderung bedeutet immer etwas Gewohntes zu verändern, sich von Gewohntem zu verabschieden, etwas Neues zuzulassen und die Komfortzone aufzubrechen. Es entstehen Ungewissheit, Ängste vor der Zukunft, unbenannte Herausforderungen und Hürden, wie auch Selbstzweifel. Angst entsteht immer nur dann, wenn man etwas ich einschätzen kann und bei einer Veränderung ist genau diese Ungewissheit am Größten.

Um den Status Quo, sprich die aktuelle Lebenssituation und Persönlichkeit in Schutz zu nehmen, wird gerne die Schuld bei anderen gesucht, es wird die sogenannte Opferrolle eingenommen.


Unsere Erfahrung seit unserer Kindheit macht uns zu der Persönlichkeit die wir heute sind. Am meisten prägen uns Beziehungen zu anderen Menschen, denn in jeder zwischenmenschlichen Beziehung haben wir eine bestimmte Rolle, die wir einnehmen können. Die Rolle des Opfers, des Retters, des Täters, des Freundes, des Partners, der Mutter, des Zuhörers und noch zahlreiche mehr.


Täglich hat jeder Mensch die Herausforderung und gleichzeitig die Chance auf seiner persönlichen Lebensbühne verschiedene Rollen wahrzunehmen, nicht zu spielen, sondern wahrzunehmen. Wobei sich natürlich die eine oder andere Rolle in der Vergangenheit als besonders bevorzugte Rolle positioniert hat. Unsere Fähigkeit diese vielfältigen Beziehungen aktiv und zukunftsorientiert mitzugestalten und auch in herausfordernden Zeiten Konflikte oder auch Krisen konstruktiv zu lösen, ist unsere Beziehungskompetenz. Ergänzend dazu ist die eigene Beziehung zu sich selbst ausschlagend, um in der Interaktion in zwischenmenschlichen Beziehungen erfolgreich sein zu können.


Doch fragt man Menschen nach seiner Persönlichkeit, was wird häufig intuitiv geantwortet?

„Eigentlich bin ich ganz anders als das was Sie von mir sehen, nur komme ich so selten dazu, zu zeigen wie ich bin.“


Die Entwicklung unserer Persönlichkeit ist ein Reifeprozess unseres Charakters, unseres Ich‘s. Dieser Reifeprozess findet seinen Ursprung in der Kindheit und setzt sich über die gesamte Lebensdauer fort.


Da dieser Reifeprozess kein „Frozen Zustand“ ist, ist es elementar die eigenen Charaktereigenschaften, Fähigkeiten und auch Werte zu kennen als Fundament des eigenen Persönlichkeitswachstums. Wachstum gelingt ausschließlich mit und in den eigenen sozialen Systemen als warum nicht die „smarten Köpfe“ in unserem Umfeld nutzen und das Thema „Reflexion“ gezielt auf- und ausbauen?


Wie gut kennen Sie tatsächlich Ihre Charaktereigenschaften, Fähigkeiten und auch Werte die Ihr Leben dominieren?


Bevor Sie sich nun top motiviert mit Ihren Kompetenzprofil beschäftigen und fleissig Entwicklungspotentiale definieren, einen Schritt zurück bitte.

Wachstum braucht immer Zeit, das ist wie mit Pflanzen, die ohne Nährstoffe nicht lebensfähig sind. Das Individuum ist ohne Beziehungen langfristig nicht lebensfähig, da der Mensch nicht zur Isolation geboren wurde. Da vorhin Veränderungsarbeit, also aus etwas Gewohntes etwas Neues zu „kreieren“ angesprochen wurde, möchte ich Ihnen noch drei wesentliche Schritte mitgeben. Diese sind für eine gelungene Veränderung, oder wie im modernen Fachjargon gesagt wird, Transformation, unabdingbar sind.


Um Veränderungsarbeit von Verhalten oder Einstellung tatsächlich zu realisieren, muss dieser Veränderungsprozess auf drei Ebenen stattfinden: kognitiv, emotional, körperlich.

1. Ebene - kognitiv: Das Verstehen und die Einsicht warum eine Veränderung sinnvoll ist, ist hier verankert.


2. Ebene - emotional: sich in die neue veränderte Situation einzufühlen. Sich vorzustellen, wie sich der Zustand nach der Veränderung anfühlt?

3. Ebene - körperlich: etwas tun, das Handeln. Auch mal etwas aufschreiben, etwas bewegen, um die Veränderung voranzutreiben.


Diese drei Ebenen bilden die Grundlage für die nachhaltige Umsetzung von Verhaltensveränderung.

Möchten Sie gerne in Ihrer Persönlichkeit wachsen und die smarten Köpfe in Ihrem Umfeld dafür nutzen? Dann kontaktieren Sie mich gerne und ich zeige Ihnen, wie Persönlichkeitswachstum hin zur Selbstreflexion funktionieren kann.



25 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Comments


bottom of page