top of page

Die Supervision von Führungskräften - ein Zeichen von Schwäche?

Aktualisiert: 13. Sept. 2021

Die Anforderungen in der Arbeits- als auch Privatwelt wachsen kontinuierlich und die Spannungsfelder vorallem zwischen Arbeits- und Privatwelt werden zunehmend größer. Sie haben sicherlich bei den Breaking News ebenfalls beobachten können, dass insbesondere ranghohe Führungskräfte (Top Management) immer mehr ins Kreuzfeuer geraten. Doch wir sollten an dieser Stelle nicht vergessen - Führungskräfte sind auch nur Menschen mit einem bestimmten Berufsbild. Selbstreflektierte Führungskräfte teilen diese Ansicht und geben solche Aussagen selbst von sich.

Versuchen wir mal einen Perspektivenwechsel einzunehmen. In unserem persönlichen Arbeitsalltag ist die Kollegenschaft und das „gemeinsame Miteinander“ meistens stark ausgeprägt. Man trifft sich auch mal in der Freizeit, teilt gemeinsame Interessen, Wünsche, Bedürfnisse aber auch Sorgen.

Wie ist dieses loyale Verhalten zwischen Top-Managern? Wem kann sich eine Führungskraft, die beispielsweise in der Hierarchie direkt an den Vorstand berichtet, anvertrauen, mit wem kann sich diese Person austauschen? Ist es Sinn der Sache, dass diese Person alles im Einzelkampf erzielen muss und immer „auf der Hut sein muss“ vor ranggleichen Kollegen?


Eines ist klar, die Luft nach oben wir immer dünner und je „starrer“ oder auch „traditioneller“ die Strukturen sind, desto schwieriger wird es TOP Manager zu unterstützen in der vorhandenen Kultur. Eine Führungskraft kann noch so modern, offen und begeisternd sein, jedoch zerrt der Anspruch stets „perfekt, erfolgreich und die Bühne immer richtig zu nutzen“ an den eigenen Ressourcen. Wir alle kennen die Situation, sind die eigenen Ressourcen erschöpft, versuchen wir Energie aus unserem sozialem Umfeld zu beziehen und genau hier gibt es in vielen Unternehmen ein großes Gap, da es eine solche „Energiequelle“ kaum im Top Management gibt. Resultierend daraus stellt sich die Frage, mit wem bespricht die Führungskraft die aktuellen Umstände? Größtenteils ist die erste Anlaufstelle die Familie oder der Freundeskreis. Hier gibt es jedoch ein großes Konfliktpotential, denn innerhalb der Familie können geschätzt in 98% der Konstellationen die Gesprächspartner die aktuelle Sachlage rational und emotional nicht beurteilen. Dies führt zu Meinungsverschiedenheiten, zu Streit und die Arbeit wird das dominierende Thema im Privatleben. In den letzten 2-3 Jahren zeichnet sich ein Trend ab, dass die Positionen als Führungskraft an Charme verloren haben. Das Gesamtpaket hat für viele potentielle Nachwuchsführungskräfte an Attraktivität verloren. Sie wenden sich vom Lebensmotiv gefühlt 24/7 für ein Unternehmen greifbar zu sein ab und bevorzugen Freiheit, maximale Flexibilität und eine hohe Lebensqualität. Die Einstellung zu „starren“ Führungspositionen befindet sich im Wandel und auch Unternehmen spüren den Trend, dass das Handtuch zu werfen heutzutage keinerlei Schande mehr ist, wenn es eben im Gesamtpaket nicht passt. Doch die Ressource Mensch als wichtigste Ressource sollte mehr an Bedeutung gewinnen und damit beziehe ich mich auf alle Ebenen die in Unternehmen existieren. Was bringt dem Unternehmen mehr: einen qualifizierten Top Manager zu verlieren, nach einer Nachfolge zu suchen und wieder von vorne zu beginnen und damit auch ein Stück weiter „Unruhe“ in die Organisation zu bringen oder den bestehenden Top Manager so zu unterstützen, damit er sich entsprechend in seinem Verantwortungsbereich entfalten kann?


Supervision ist hier das Zauberwort, indem Führungskräfte einen Sparringspartner in greifbarer Nähe haben mit dem Alltagssituationen und ressourcenmindernde Situation besprochen werden und Lösungslandschaften aufgebaut werden.

Spricht man mit Führungskräften über Supervision ist die erste Reaktion meistens ablehnend. Dem geschuldet, dass sich die zwei Gesprächspartner meistens zu oberflächlich mit potentiellen Inhalten und Ergebnissen beschäftigen. Viele verbinden mit Supervision oder auch Coaching „Seelenhilfe“ und diese wird im unternehmerischen Umfeld häufige als Schwäche angesehen, wobei genau hier die größten Stellhebel sind, um mittel-langfristig wirkungsvolle Führungskräfte mit Selbstreflexion auszubauen, die die eigene Organisation stärken und fördern. Menschen können andere nur fördern, wenn sie sich selbst in einer positiven Entwicklungsspirale befinden und hier spreche ich nicht von einer fachlichen Karriereentwicklung horizontal oder vertikal.


Die wesentliche Frage die sich Führungskräfte und Unternehmer stellen müssen:

Ist das in Anspruch nehmen von Supervision demnach eine Schwäche oder steht es nicht jedem Individuum zu entsprechende Unterstützung gezielt zu nutzen?

Ganz klare Antwort, es ist in keinster Art und Weise eine Schwäche, sondern eine Stärke seinen eigenen Ressourcen mehr Aufmerksamkeit zu geben und sich durch eine Supervision Bestätigung und Lösungsmöglichkeiten zu holen.


Eine Supervision muss keinem festen Intervall entsprechen, es ist eine Methode, um bei konkreten Anliegen und Problemstellungen Hilfestellung zu geben und auch Bestätigung sofern bereits ein adäquater Weg gewählt wurde. Einfach zu wissen, es gibt da jemanden der mir gegenüber eine hohe Loyalität aufweist, der die richtige Portion an Erfahrung mitbringt und bei dem Diskretion an erster Stelle steht, beruhigt und baut auch Persönlichkeit im Top Management auf.

Finden Sie sich in meinem Post wieder? Haben Sie genug immer selbst und 100% alleine zu agieren und das Spannungsfeld zwischen Berufswelt- und Privatwelt unaufhaltsam zu vergrößern? Dann kontaktieren Sie mich für ein kostenloses Erstgespräch und ich erkläre Ihnen wie eine wirkungsvolle Supervision bei mir aussehen könnte.


16 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Comments


bottom of page