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Führungskräfte auf der Suche nach Likes


Seit einiger Zeit beobachte ich wie Menschen, in diversen Lebenssituationen, eifrig auf der Suche nach Likes sind. Das ewige Streben nach Anerkennung, der unendliche Eifer nach Sichtbarkeit und bewusster Wahrnehmung. Sind wir ehrlich zu uns selbst, ein Like tut einfach gut. Zu wissen was einem gut tut ist auch eine Kunst die manche erst lernen oder erfahren müssen.


Auch Führungskräfte sind innerlich auf der Suche nach Likes, nach der Akzeptanz innerhalb ihrer Organisationseinheit.

In Wahrheit beinhaltet diese Suche auch Bestätigung, dass die Art und Weise ihrer Führung tatsächlich bei den Menschen ankommt und angenommen wird, eben anders wirkt als nur schöne Worte aus dem Unternehmensnewsletter.


Wie steht es um deinen Chef?

Wie würdest du für deinen Chef voten?

Gibt es ein Like (Daumen hoch) oder ein Dislike (Daumen nach unten)?

Würdest du jemanden anderen aus deiner Organisation als Chef bevorzugen?


Bei einem Dislike empfehle ich dir zu überlegen, was passieren müsste, damit ein Daumen nach unten zu einem Daumen nach oben werden kann. Gute, offene Führungskräfte von heute stellen diese Fragen, diese Wie-Fragen und arbeiten im besten Fall noch mit Skalenfragen, damit das ganze Frage-Antwort Spiel etwas greifbarer wird - für beide Gesprächspartner.


Führung beginnt immer bei einem selbst. Anfangs ist zu klären wie viel Ehrlichkeit möchte ich an den Tag legen und mich tatsächlich bei einer Person ausschütten, weshalb ich ein Dislike vergeben habe. Jeder Leader hat seine eigene Ebene, sein eigenes Level, doch dieses Level muss nicht zwingend jahrelang bewahrt werden. Nein im Gegenteil, wo wären wir denn wenn alles immer gleich bleiben würde? Uns würde die Passion fehlen, das Feuer, der Anreiz überhaupt was neues zu probieren. Sich in neue Pläne, Ziele, Aufgaben reinzutigern ist super spannend und spornt Menschen an. Wenn dann noch mit Menschen zusammengearbeitet werden kann, die dich als Menschen sehen, wahrnehmen und auch so behandeln, dann hast du im Lotto gewonnen.

Jeder Mensch braucht einen Sinn im Leben und zwar auch und vor allem im Berufsleben. Nichts langweiliger und deprimierender als jeden Tag das Gleiche zu machen und zu wissen, ich könnte anderes besser machen, doch der Job ist sicher und somit mache ich ihn solange wie nötig. Bei dieser inneren Einstellung etwas zu bewahren und zu erhalten würde nach den drei Ebenen von Ackermann sofort ein Alarmzeichen aufleuchten, denn diese Einstellung kann rasch ins Gegenteil umschlagen und in die Stufe der negativen Aufladung gehen. Die tägliche Arbeit wird einfach nur nach als Last gesehen und Menschen reiben sich bei jeder Kleinigkeit auf, mit anderen und an sich selbst.

Andere werden kritisch gesehen, Selbstzweifel beginnen, die Motivation ist im Keller und irgendwann fällt einem sogar das Aufstehen morgens schwer, wobei man früher ganz easy aus dem Bett gesprungen ist und vor Augen hatte heute rocke ich wieder meinen Job.

Insbesondere in unserer komplexen Arbeitswelt werden Menschen regelmäßig überfordert und zwar nicht mit dem was sie tun, sondern wie sie etwas tun oder auch nicht. Deshalb appelliere ich regelmäßig an Führungskräfte sich und ihre Mitarbeiter als gallisches Dorf zu betrachten. Die cleveren und eifrigen Dorfbewohner alias Asterix zu sehen, sie wahrzunehmen, mit ihnen Strategien und Visionen durchzugehen, Zeichen zu setzen, einfach einen Sinn im Berufsalltag zu integrieren wonach sich das Streben wieder lohnt.

Kann dieser Zustand geschaffen werden, dann bewegen sich Menschen aus der sogenannten Komfortzone heraus und wollen nach der Stufe des Bewahrens und Erhaltens in die Stufe des Entwicklers und Erschaffens. Diese Ebene ist die höchste der drei Ebenen nach Ackermann und eine wunderbare Stufe, denn sie bringt Innovationskraft und gleichzeitig Spass bei der Arbeit zurück, Stück für Stück. Auf dieser Ebene sammelst du mit Garantie jede Menge Likes und Menschen wollen gerne mit dir arbeiten, wollen dich als Chef haben und sehen eine echte, authentische Führungskraft in dir, die andere Menschen begeistern, bewegen und etwas bewirken kann.


Interessiert wie deine Organisationseinheit zu einem schlagkräftigen gallischen Dorf werden kann und alle Hindernisse erfolgreich meistert? Der Zaubertrank für die Bewohner des gallischen Dorfs ist deine Art der Führung.









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